MAI – 5 Wichtige Garten Tipps

Der Mai ist einer unserer beliebtesten Monate im Jahr. Der 15. Mai ist für viele Hobby-Gärtner ein magisches Datum. Nach den “Eisheiligen” im Mai verabschiedet sich der letzte Frost aus der heimischen Natur. Ab diesem Zeitpunkt ist die Gefahr von Erfrierungen gewichen und Sie können ihren Garten gestalten, verändern und Ihre Pflanzen Form bringen …

Wir haben für Sie die 5 wichtigsten Gartenarbeiten im Mai zusammengefasst.

1. Tipp - Mit Mulch gezielt unterstützen

Der Mai ist der ideale Monat um Mulch auszubringen. Da sich der Boden nach den letzten Frösten der Eisheiligen nun ausreichend erwärmen konnte, kann dieser dank verschiedener Mulchmaterialien wie Rindenmulch, Holzhäcksel-Abfälle oder Rindenkompost mit Humus und Nährstoffen versorgt werden und bleibt so locker und feucht.

Bitte beachten Sie, dass die Zersetzungsprozesse, die in der nährstoffarmen Mulchschicht stattfindet, große Mengen an Stickstoff bindet. Wir empfehlen unter der Mulchschicht eine großzügige Lage von Blähton (bindet und speichert Wasser vorzüglich) zu schütten oder verteilen Sie eine 2. Schicht Hörnspäne unter dem Mulch. Auf diese Weise wird ein Stickstoffmangel im Boden verhindert und Ihre Obst- und Gemüsegärten, sowie Ziergärten danken es Ihnen.

ACHTUNG! Es ist ebenfalls wichtig, dass das Unkraut Ihren Pflanzen nicht die wichtigen Nährstoffe und das Wasser entnimmt. Nehmen Sie sich also Zeit und entfernen Sie sorgfältig sämtliche Unkräuter bevor Sie die Mulchschicht aufbringen.

2. Tipp - Gemüse- und Hochbeete aktivieren

Im Mai sollten Sie unbedingt Ihr Gemüsebeet bzw. Hochbeet in Schuss bringen. Sobald darin die ersten Keimlinge sichtbar sind, muss die Erde in regelmäßigen Abständen mit einer Harke aufgelockert werden. Dies hat mehrere Vorteile. Zum Einen wirkt es der Unkrautbildung entgegen und Sie können durch ständiges Auflockern ein wenig Kontrolle über Ihr Beet erlangen. Zum Anderen zerstören Sie damit auch die feinen Kapillargefäße in der obersten Bodenschicht und vermeiden auf diese Weise eine zu schnelle Bodenaustrocknung.

Gerade nach den Eisheiligen sollten Sie junge Gemüsepflanzen ins Freibeet umziehen. Es empfiehlt sich das bei wechselhaftem Wetter zu tun, so dass die zarten Pflanzen sich langsam an das Sonnenlicht gewöhnen.

Bitte beachten Sie das Schädlinge wie Bohnen-, Möhren- und Kohlfliegen nun ebenfalls unterwegs sind und in Ihrem Gemüse- oder Hochbeet viel Schaden anrichten können. Installieren Sie also bei Bedarf direkt Gemüsenetze, die Sie lückenlos über Ihre Pflanzen spannen und verhindern Sie damit den Befall von Parasiten.

3. Tipp - Kompost, Kompost, Kompost

Wird der diesjährige Komposthaufen Ihr erster sein? 
Erfahrene Hobby-Gärtner loben ihren selbstgemachten Gartenkompost, aber die Methoden und Systeme, mit denen sie ihn herstellen, können schon verwirrend erscheinen. Sobald Sie jedoch ein System eingerichtet haben, dass zu Ihrer Zufriedenheit arbeitet,  haben Sie einen endlosen (und kostenlosen) nährstoffreichen Kompost, den Sie in Ihrem Garten verwenden können – und den zusätzlichen Vorteil, dass Sie einen Großteil Ihres Haushaltsabfalls recyceln können.

4. Tipp - Der Blumengarten im Mai

∙ Dünnen Sie Verwehungen von winterharten Einjährigen aus.
∙ Härten Sie halbharte Pflanzen ab, indem Sie sie tagsüber draußen lassen und nachts schützen.
∙ Dahlien und zarte Exoten wie Canna ‘Tropicanna’ Lilien abhärten, sobald die Frostgefahr vorüber ist.
∙ Fahren Sie fort, krautige Randstauden zu teilen, um die Kraft zu verbessern und neue Pflanzen zu schaffen.
∙ Teilen Sie etablierte Funkienbüschel, wenn sie wachsen.
∙ Heben Sie Vergissmeinnicht an, um eine starke Selbstaussaat zu verhindern und die Ausbreitung zu verringern.
∙ Sie haben noch Zeit, immergrüne Klettersträucher aus Containern zu pflanzen, nachdem der Frost vorüber ist.
∙ Nehmen Sie Stecklinge von zarten Stauden wie Fuchsien und Pelargonien (zarte Geranien). 
∙ Nehmen Sie Weichholzstecklinge von strauchigen Kräutern (wie Salbei und Zitronenverbene).
∙ Schneiden Sie überfüllte und tote Stängel von frühblühenden Clematis nach der Blüte ab.
∙ Kletter- & Kletterrosen einbinden. Die Stängel horizontal legen, tragen Sie dazu bei, mehr Blüten zu produzieren.
∙ Binden Sie Erbsenpflanzen mit Stützringen für Erbsen ein, um sie zum Klettern zu animieren.
∙ Schneiden Sie frühlingsblühende Sträucher nach der Blüte.
∙ Schneiden Sie blühende Triebe von Choisya zurück, um eine zweite Blüte im Herbst zu fördern.
∙ Kübelpflanzen füttern und wässern.
∙ Top-Dressing für Dauertopfpflanzen, um den Kompost aufzufrischen.
∙ Ergänzen Sie Kübelpflanzen alle 2-4 Wochen mit ausgewogenem Dünger, um  gesundes Wachstum zu fördern.
∙ Untersuchen Sie Pflanzen genau auf Schädlinge und Krankheiten – früh vorbeugen ist die Devise.
∙ Pflücken Sie alle Larven od. Lilienkäfer von Rosmarin- od. Schneeballpflanzen ab, sobald Sie sie entdecken.
∙ Achten Sie auf Anzeichen von Schwarzflecken auf Rosen. Behandeln Sie sie mit einem systemischen Fungizid.
∙ Heben und teilen Sie überfüllte Gruppen von Narzissen und anderen frühlingsblühenden Blumenzwiebeln.

5. Tipp - Automatische Bewässerung Check

Eine lange Überwinterung kann so manche Überraschung im Frühjahr mit sich bringen. Trotz vorbereitende Wintermaßnahmen wie ein eingebautes Entwässerungsventil oder durch Lufthochdruck entlüftete Leitungen können Rohre, PE-Verschraubungen oder die Ventile selbst Schaden genommen haben.
Setzen Sie daher bei Inbetriebnahme nicht gleich alles unter Hochdruck, sondern öffnen Sie die Hauptwasserleitung langsam. Kontrollieren Sie sämtliche Ventile auf Funktion und Ihre Dichtigkeit. Falls Sie sich gemerkt haben, wo genau im Garten mit Hilfe von PE-Verschraubungen die Leitungen verbunden sind, kontrollieren Sie bei längerer Bewässerung die Stellen, ob diese normal oder extrem feucht bzw. schwammig sind. Sollte das so sein, könnte eine der Verschraubungen undicht geworden sein und muss schnellstens ersetzt werden. Die Sprinkler selbst müssen evtl. von Steinpartikeln gereinigt und neu justiert werden. Auch dort ist auf Dichtigkeit zu prüfen.

Überprüfen Sie Ihr Tropfbewässerungssystem auf Lecks, Brüche und zufällige Sabotageakte (Marder usw.) – lassen Sie mehrmals alles auf Probe laufen und bleiben Sie dabei bzw. laufen Sie Wege ab und checken die einzelnen Tropfer. Diese können verkalken oder sind verschmutzt und müssen daher unbedingt auf korrekte Funktion überprüft werden.

Erst nachdem alles einwandfrei funktioniert, lehnen Sie sich zurück und lassen die Automatik Ihre Arbeit tun.

tropfbewaesserung